CDU Stadtverband Werder (Havel)

STADTENTWICKLUNG: Freizeitbad für Werder

Kosten 10,3 Millionen Euro / Abgeordnete entscheiden morgen
WERDER - Die Blütenstadt Werder unternimmt erneut den Versuch, ein Freizeitbad zu bauen. Ein Investor aus Zypern hatte sich in der Vergangenheit zurückgezogen, als dass Land Fördermittel versagte. Auf Anregung der CDU beschlossen die Abgeordnete im vergangenen Jahr eine Machbarkeitsstudie für ein städtisches Bad in Auftrag zu geben. Auf der morgigen Sitzung der Stadtverordneten liegt diese den Abgeordneten zur Diskussion und Entscheidung vor. Darin empfiehlt der Bundesverband öffentliche Bäder e. V. für die Stadt ein Freizeitbad mit großem Garten, Wellness, Sauna und Beachvolleyballplatz. Die Kosten werden auf 10,3 Millionen Euro geschätzt. Das Areal für eine mögliche Ansiedlung hat die Stadt bereits vorsorglich auf 15 000 Quadratmeter zwischen Föhse und Damaschkestraße erworben.

Bei der Ermittlung der Kosten sind die Experten von 300 Besuchern täglich ausgegangen, die bei dem Einzugsgebiet bis Potsdam nicht unrealistisch erscheinen. Das Bad soll aber auch für Vereine und das Schulschwimmen offen stehen. Bei Eintrittspreisen von 18 Euro für eine Familienkarte, drei Euro für Erwachsene, 12 Euro für die Sauna, 16 Stellen und Personal- sowie Betriebskosten von knapp einer Millionen Euro müsste die Stadt 480 000 Euro Zuschuss im Jahr aufbringen. Die könnten zum größten Teil aus der Landesförderung für das gemeinsame Mittelzentrum mit Beelitz in Höhe von 400 000 Euro finanziert werden, wenn die Stadt sich für den Badbau entscheiden würde. Die zentrale Bäderberatungsstelle in Essen macht in ihrer Stellungnahme aber auch darauf aufmerksam, dass das kommunale Bad der Zukunft nicht mehr verwaltet wird, sondern ein gut funktionierender Managementbetrieb im Freizeitbereich sein muss. Das heißt, es müssen Angebotsstrategien entwickelt und Marktforschung betrieben werden.

Nach dem Modell des Bäderfachverbandes würde das Bad 4425 Stunden im Jahr zum Baden offen stehen. Vereine könnten wochentags ab 21 Uhr zum Schwimmen erscheinen. Den Schülern sollten die Wochentage von 7.30 bis 10 Uhr freigehalten werden, empfiehlt der Verfasser der Studie. Bei der Planung wird empfohlen, auch einen Bereich für Kleinkinder zu gestalten. Schließlich werden in der Stadt gegenwärtig 1000 Kinder betreut, die zu Schwimmkursen jetzt nach Potsdam fahren müssen.