CDU Stadtverband Werder (Havel)

Druck der Öffentlichkeit

Ulrich Wangemann über hygienefördernde Maßnahmen auf dem Baumblütenfest
Zehn Tage vor Beginn des 129. Baumblütenfests haben die Werderaner Stadtverordneten ein wesentliches Anliegen der Kritiker aus dem Weg geräumt – so zu sagen den Urinstein des Anstoßes. Die Stadt schießt zusätzlich 25 000 Euro zu, damit das Austreten auf dem traditionellen Fest keinen Eintritt kostet. Mit dem Verzicht auf eine generelle Erleichterungsgebühr hat sich die Stadtpolitik dem Druck der Öffentlichkeit gebeugt.Das Ergebnis ist zu begrüßen, zumal die Stadt sich dank guter Steuereinnahmen diese sinnvolle Subvention ohne weiteres leisten kann.

Etliche Hausbesitzer auf der Insel hatten ihrem Ärger darüber Luft gemacht, dass die zehn tollen Tage der Baumblüte zu Lasten ihrer Vorgärten und frisch gestrichenen Fassaden gehen.

Aber hätte man das nun erzielte Ergebnis nicht diplomatischer erreichen können? Der ätzende Ton in der Auseinandersetzung wäre nicht nötig gewesen. Schließlich gibt es bewährte Gremien, die ein offenes Ohr für Bürgeranliegen haben – etwa die Stadtverordnetenversammlung. Warum haben die Kritiker nicht ihre gewählten Verordneten in die Pflicht genommen? Dies sollte bei der großen Auswertungsrunde nach dem Fest zur Sprache kommen. Es wäre zweckmäßig, den Kritikern einen Stuhl am Tisch zu reservieren.