Regine Greiner zur gescheiterten Bewerbung von Beelitz und Werder
Damit hat wohl niemand in Beelitz gerechnet. Über die Absage Werders an eine gemeinsame Bewerbung mit der Spargelstadt zur Landesgartenschau 2013 ist auch nicht nur die Initiatorin Elke Seidel (Grüne) aus Beelitz sauer. Aber die Gründe der CDU in Werder als stärkste Fraktion, einen Erfolg der Initiative anzuzweifeln, sind nicht von der Hand zu weisen. Werder hatte für die Laga 2009 ein anerkanntes Konzept, war dennoch gegenüber Oranienburg der Verlierer. Diesen Ausgang will die Stadt dem neuen Mittelzentrum Werder und Beelitz ersparen, denn die Anforderungen sind enorm hoch, die Aufwändungen beträchtlich, und dies umso mehr, weil beide Städte erst am Anfang der Kooperation stehen. Der Elan der Beelitzer ist verständlich, denn um ihre Stadt attraktiver zu machen, gibt es noch eine Menge zu tun. Da ist ein konkretes, schillerndes Ziel besser, als viele Konzepte. Dennoch sollte Beelitz nicht trotzig wie ein Kind sein, denn Werder wollte der Stadt ganz gewiss nicht den Erfolg vermiesen, wohl eher die Niederlage ersparen. Wenn beide Städte jetzt ihre Kraft für ein konstruktives Miteinander einsetzen, dann könnten die Bürger über die gemeinsamen Fortschritte glücklicher sein, als über eine Last, die 2013 dann doch nicht den Triumph bringt.