BEELITZ Einstimmig haben die Beelitzer Stadtverordneten am Montagabend die gemeinsame Bewerbung mit Werder für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2013 beschlossen. Hartwig Frankenhäuser (FDP) enthielt sich der Stimme. Dem Beschluss auf Antrag der Grünen waren Gespräche mit der Stadt Werder über eine gemeinsame Bewerbung vorausgegangen.
REGINE GREINER
Der Hauptausschuss der Blütenstadt hat die Verhandlungen mit Beelitz zwar befürwortet, aber einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wie am Montag in Beelitz hat Werder noch nicht gefasst.
Die Abgeordneten an der Havel werden am Donnerstag zum Thema beraten, aber laut Bürgermeister Werner Große (CDU) wird die endgültige Entscheidung erst auf einer geplanten Sondersitzung am 10. Januar fallen. Große zeigte sich zuversichtlich, weiß aber auch dass es bei Abgeordneten in Werder Bedenken im Hinblick auf die Finanzierung und ein überzeugendes gemeinsames Konzept gibt. Hinzu kommt laut Große, dass es vermutlich 13 starke Konkurrenten gibt und 2015 die Havelregion die Buga ausrichten wird und dabei auch auf Förderung vom Land setzt. Große hält es aber trotz nicht idealer Bedingungen für wichtig, das künftige Mittelzentrum Werder-Beelitz mit diesem gemeinsamen anspruchsvollen Vorhaben sichtbar zu stärken.
Auch die Beelitzer haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, denn die Anforderungen an die Gastgeber einer Laga sind groß, die Vorgänger haben Maßstäbe gesetzt. Die finanziellen Ausgaben für die Gestaltung der gärtnerischen Anlagen sind nicht unerheblich und der ganze Einsatz der Bürger gefragt. Trotz des großen Aufwandes wollen die Beelitzer das Vorhaben in Angriff nehmen. Dabei hoffen sie, dass Werder ihr Partner ist. Werders Bürgermeister kann sich ein Motto wie "Apfel trifft Spargel" durchaus vorstellen. Die Blütenstadt greift anders als Beelitz auf ihr Konzept zur Laga 2009 zurück, wenn die Stadt damals auch gegenüber Oranienburg das Nachsehen hatte.
Nach Ansicht des Beelitzer Bürgermeister Thomas Wardin (SPD) haben Beelitz und Werder gemeinsam gute Chancen bei der Bewerbung. Auch wenn die Spargelstadt gemeinsam mit dem Freiraumplaner und BUGA-Experten Klaus Neumann am Konzept noch feilt, Kosten und Finanzierung völlig offen sind, verfüge Beelitz neben Werder laut Wardin über Potenziale, aus denen sich Schmuckstücke für die Laga und "die nachhaltige Entwicklung von Beelitz" gestalten ließen. Wardin nannte unter anderem die Aufwertung des Mühlenfließes, des Wasserturms, nicht zu vergessen die Mühle sowie die Anlagen und Parks in Beelitz-Heilstätten. Auch die Spargelhöfe und überhaupt alle Bürger der Stadt und Ortsteile könnten mit ihrem Können die Vorbereitungen unterstützen und das Konzept bereichern. Die CDU-Fraktion warnte davor, Risiken einzugehen und mahnte an, den Finanzplan einschließlich der Fördermittel sorgfältig mit Werder abzustimmen. Tilo Köhn (Unabhängiges Kommunalbündnis) sprach seine Hoffnung aus, dass nun nicht andere Investitionen in den Orten wegen der Laga gestrichen werden.