Zahlreiche Gäste beglückwünschten die Schützengilde zu dieser Neuanschaffung. Bürgermeister Große gab den Dank an die Stadt für die Unterstützung zurück: "Ihr habt die Initiative ergriffen, die Anlage vor allem für die Jugend aufzubauen. Wer die Sportjugend fördert, den unterstützt die Stadt gern."
WOLFGANG POST
WERDER "Gut Schuss!", wünschte der Präsident der Schützengilde zu Werder (Havel) 1704 e. V., Werner Kautschor, dem Werderaner Bürgermeister Werner Große, dem Kreisschützenmeister Erik Feller (Brück) und der Jugendkönigin der Werderaner Schützengilde, Marie-Luise Kautz. Dabei ging es am Freitagabend im Gilde-Qaurtier in der Adolf-Damschke-Straße in Werder nicht um Rekord-Ringergebnisse. Die drei waren auserkoren, die neue elektronische Schießanlage offiziell in Betrieb zu nehmen.
Es ist eine der modernsten 10-Meter-Schießanlagen für Luftdruckwaffen. "Sie ist für uns ein wichtiger Baustein auf dem Weg eines nachhaltigen Ausbaus der Jugendarbeit im Sportschießen", betonte der Präsident. "Wir versprechen uns von den neuen Möglichkeiten im Trainings- und Wettkampfprogramm eine gezielte Förderung und Entwicklung vor allem der Jugendlichen."
Trifft das Geschoss jetzt auf die Zielscheibe, zeigt ein Bildschirm dem Schützen sofort die Position des Treffers und den erzielten Ringwert an. Vorbei ist das Heranholen der Zielscheibe an den Stand, um den "Einschlag" zu orten. "Nun brauchen wir uns nur noch aufs Visier zu konzentrieren", meint Gerhard Große, einer der erfolgreichen Werderaner Seniorenschützen. Großes Leistungen – unter anderem dreimal 100 Ringe, das Optimum – sind künftig wie die Treffer seiner übrigen Sportschützenfreunde im Rechner gespeichert.
Der Seniorenschütze erzielte die beste Einzelleistung beim Mannschaftspokalschießen auf der neuen Anlage vor Werner Kautschor und Christian Franke und nahm den vom Vize-Präsidenten Fritz Brudel gestifteten Pokal entgegen. Unter den acht Teams erwiesen sich Karin Franke, Werner Kautschor und Rolf Grunewald als die "trefflichste" Mannschaft. Den Siegerpokal stiftete die Landtagsabgeordnete Saskia Funck.
Das Gästeschießen gewann Fred Altenkirch, Vorsitzender des Glindower Schützenvereins. Den Jugendpokal, der ebenfalls von Saskia Funck gestiftet wurde, holte sich schließlich Sven Busko. Er gilt als einer der talentiertesten Sportschützen in der Jugendklasse, meinen die Älteren. Der 17-Jährige ist mit sich nicht ganz zufrieden. "Platz drei bei den Kreismeisterschaften nach mehr als dreijährigem Training – das ist noch nicht das Wahre", sieht er selbst. Er hofft, dass die neue Schießanlage ihn etwas nach vorn bringt.
Die Schützengilde zu Werder (Havel) 1704 e.V. ist nicht egoistisch. "Unsere Anlage steht allen interessierten Sportschützen in der Umgebung zum Training zur Verfügung. Auch sind alle interessierten Bürger mittwochs und donnerstags von 9 bis 19 Uhr und freitags von 14 bis 21 Uhr gern gesehen", verkündete Präsident Kautschor. Auch deshalb bedankten sich die Delegationen mehrerer Schützenvereine im Schützenkreis für die Einladung und brachten den Werderanern kleinere Erinnerungsstücke an diesen bedeutenden Tag mit.