CDU Stadtverband Werder (Havel)

STADTENTWICKLUNG: Leuchtturm für die Sportgemeinde

Die Bauarbeiten für Werders größte und modernste Turnhalle haben begonnen
WERDER - Die größte Sportarena der Stadt wäre für das beschauliche Werder normalerweise eine Nummer zu groß. Deshalb wird die neue Zweifelderturnhalle des Ernst-Haeckel-Gymnasiums an der Kreuzung von Kesselgrundstraße und Kemnitzer Chaussee tiefergelegt. Der Hallenboden ist 3,5 Meter unter dem Geländeniveau. „Damit die Halle nicht alles überstrahlt“, sagte Bürgermeister Werner Große (CDU) gestern bei der Grundsteinlegung für den Leuchtturm der Werderaner Sportgemeinde.
ach dem Ende der Erdarbeiten, bei denen 570 Lkw-Ladungen Sand weggefahren wurden, beginnt nun der eigentliche Bau. Zum Schuljahresbeginn 2009 soll das Gebäude fertig sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro und werden ausschließlich von der Stadt getragen. Somit gehört die Errichtung der Sporthalle neben dem Umbau des Feuerwehrgerätehauses zu den größten Vorhaben der Stadt in diesem Jahr.

Eine ähnliche Arena hat Werder bis dato noch nicht gesehen. Der Neubau mit einer Spielfläche von 22 mal 44 Metern und einer lichten Höhe von sieben Metern ist für fast alle Sportarten wettkampftauglich. Hinzu kommen vier Umkleideräume für die Sportler und zwei für die Lehrer. Eine Zuschauertribühne bietet 198 Menschen Platz. Besonderer Clou: Eine Solaranlage am südlichen Giebel unterstützt die Warmwasseraufbereitung. Außerdem gibt es für Behinderte einen Fahrstuhl. Um der modernen Spielstätte Platz zu machen, wurde 2004 der alte Gebäudeteil der Schule abgerissen.

„Das ist ein Quantensprung für den Schulsport und unseren Vereinssport in der Stadt“, sagte Werner Große. Die Halle wird nicht allein für die aktuell 664 Gymnasiasten errichtet. Auch die Werderaner Sportvereine, vom Fußball bis zum Badminton, sollen dort trainieren können. Große: „Damit bald wieder Welt- und Europameister aus Werder kommen.“ Die Stadt kann sich vor Anfragen von Vereinen kaum retten.

Damit die Sportstätte für den Haushalt der Stadt nicht eine Nummer zu groß wird, ging das Rathaus bei den Planungen dem Bürgermeister zufolge kein Risiko ein. „Förderung kriegen wir nicht, deshalb haben wir lange dafür gespart“, so Große. Bei dem Projekt sei man ohne Kredite ausgekommen.