Laut Medienberichten soll ein 110 Hektar großes ehemaliges Kasernengelände nördlich von Potsdam für rund vier Millionen Euro verkauft worden sein, dessen Wert wenig später auf 25 Millionen Euro geschätzt wurde. Das Finanzministerium erklärte, dass der damalige Preis von erfahrenen Gutachtern des Hauses ermittelt worden sei. Das zweite Gutachten sei dem Ministerium nicht bekannt. Speer erklärte in der SPD-Fraktion, dass dies allenfalls der Preis nach Beseitigung der Altlasten und der vollständigen Entwicklung des Geländes sein könne.
Außerdem erhob das Onlineportal des Magazins „Stern“ den Vorwurf, dass das Landesunternehmen BBG 2007 zu billig veräußert wurde. Da der Erwerber ein Bekannter Speers ist, sieht die CDU dringenden Aufklärungsbedarf. Fraktionschefin Saskia Ludwig findet es zudem fragwürdig, dass die privatisierte Firma weiter die Privatisierung von Militärflächen des Landes betreibt und dieser Geschäftsbesorgungsvertrag im Wert von mehreren Millionen Euro im vergangenen Herbst ohne Ausschreibung und Parlamentsbefassung von Speer verlängert wurde. Mit Hinweis darauf, dass Speer mit den entsprechenden Unternehmern gemeinsame Bootstouren unternimmt, sprach Ludwig von einer „Paddelbootaffäre“, die dem Ansehen des Landes schade.
Das Finanzministerium wies am Dienstag den vom „Stern“ erhobenen Vorwurf zurück, dass der Kaufpreis für die BBG nur zu einem geringen Teil gezahlt worden sei. Die Kaufsumme ist vollständig und fristgemäß auf unseren Konten eingegangen, sagte eine Sprecherin.




